Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung
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MastOpti(M)Um - Verbesserung der Umweltwirkung in der Masthühnerhaltung

Nährstoffangepasste Fütterung macht den Unterschied: Sie verbindet wirtschaftliche Masthühnerhaltung mit Verantwortung für Umwelt und Tiergesundheit. Denn werden Stickstoff (N) und Phosphor (P) im Futter an den Bedarf der Tiere angepasst, können Nährstoffüberschüsse deutlich reduziert werden. Das bedeutet weniger N- und P-Einträge in Boden, Wasser und Luft. Gleichzeitig profitieren die Tiere: Sie werden bedarfsgerecht mit Aminosäuren und P versorgt. Ganz nach dem Leitsatz: Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ob sich durch eine noch stärkere N-Reduktion im Futter von Masthühnern auch entsprechend mehr Ammoniak einsparen lässt und ob dieser Zusammenhang linear verläuft, ist bislang – anders als beim Schwein - nicht eindeutig belegt.

Gegenüber der Reduktion des P-Gehalts im Futter gibt es in der Praxis oft Vorbehalte, weil ein Absenken – ohne klare Indizien - mit Sorge um Leistung und Tiergesundheit verbunden wird. Dennoch ist eine P-Reduktion notwendig: Die weltweiten P-Reserven sind begrenzt – ein nachhaltiger und effizienter Einsatz ist daher unerlässlich.

Stickstoff- und P-reduzierte Fütterung ist nicht nur gute fachliche Praxis – sie ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Masthühner-Haltung. Bereits heute weisen viele Betriebe die N- und P-reduzierte Fütterung ihrer Masthühner nach, um die Auflagen des Emissionsrechts einzuhalten.

Das Projekt „MastOpti(M)Um“ soll eine verlässliche, aktuelle Datenbasis schaffen, auf der Landwirte die Fütterung ihrer Masthühner künftig noch gezielter und effizienter gestalten können.

Projektziele:

  1. Reduktion der N-Ausscheidung und Ammoniak-Emissionen aus der konventionellen und ökologischen Masthühnerhaltung
  2. Verringerung der P-Ausscheidungen aus der konventionellen Masthühnerhaltung bei weitestgehendem Verzicht auf mineralischen P in den Rationen
  3. Analyse des N-/P-Ansatzes im Ganzkörper
  4. Entwicklung innovativer Messverfahren und Evaluierung der Standortabhängigkeit der NH3-Emissionen

Förderung:
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Förderkennzeichen: A/25/14

Laufzeit: 
01.01.2026 bis 31.12.2028

Das Projekt „MastOpti(M)Um“ bündelt deutschlandweites Expertenwissen aus Tierernährung, Emissionsmessung, Tiergesundheit und Tierschutz.

Projektpartner sind:

  • LfL – Institut für Tierhaltung, Tierernährung und Futterwirtschaft
  • LfL – Institut für Landtechnik
  • Landwirtschaftskammer NRW – Fachbereich 71
  • Landwirtschaftskammer NRW – Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse – Fachbereich 73
  • Georg-August-Universität Göttingen - Department für Nutztierwissenschaften
  • Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme
  • Ludwig-Maximilians-Universität München - Lehrstuhl für Tierschutz, Ethologie, Tierhygiene und Tierhaltung
  • Bayerische Staatsgüter Kitzingen

Ansprechpartnerin an der LMU München:
Prof. Dr. Helen Louton h.louton@lmu.de

Projektkoordination:
Dr. Philipp Hofmann ITF@LfL.Bayern.de
Telefon: 08161 8640 1922

 

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Fotos: Pia Schulte-Huxel